Wettbewerbe

Kantonsgericht BL

Projektwettbewerb Erweiterung und Umbau ⋅
4410 Liestal
2019


Kompaktes Volumen verleiht Gewicht

Das bestehende Gebäude des Kantonsgerichts zeichnet sich durch ein liegendes Volumen geringer Höhe aus. Die eigenständige Ausrichtung des Gebäudes, das lang vor allen Nachbargebäuden an diesem Ort stand, gibt dem Volumen jedoch die Autonomie, die einem Gericht zusteht.

Die Erweiterung zu einem kompakten Körper mit fast quadratischem Fussabdruck verleiht dem Objekt mehr Gewicht und Ruhe und verstärkt seine ursprünglichen Qualitäten.

Der Bestand wird ersatzlos vom 1970 eingefügten Mittelrisalit befreit. Der neu entstehende Rücksprung verstärkt die Eingangsseite und dehnt den Bahnhofsplatz optisch aus.

Durch das Beibehalten der orthogonalen Geometrie entsteht ein Vorplatz an der Bahnhofstrasse, der dem dort angeordneten Nebeneingang angemessen ist, die Zufahrt zur Tiefgarage eröffnet und die Kurzzeitparkplätze aufnimmt. Der Haupteingang und dessen Vorplatz wird dadurch freigehalten.

Bestand und Erweiterung: eine Einheit

Im Kontext der neuen, bis zu 25 m hohen Volumen kann der Bestandsbau durch die Erweiterung an Kraft gewinnen. Als Einheit wird dies durch die flächige Ausdehnung, die ruhige Form und die losgelöste Geometrie erreicht.

Das Erdgeschoss als murales Sockelgeschoss, eine verwandte Materialität und die Rhythmisierung der Fassade – analog zu den ordentlich gesetzten Fenstern im Bestand – unterstützen die Lesart als Einheit. Durch die Auflösung zum Skelett in der Erweiterung entwickelt der Baukörper hier eine modernere Anmutung und eine repräsentative Fassade zur Innerstadt hin.

In Arbeitsgemeinschaft mit SEDANO ARCHITECTURE.