Bauten, Einfamilienhäuser | Doppelhäuser

Einfamilienhaus

Neubau Einfamilienhaus ⋅
4132 Muttenz ⋅
2003 – 2004


In eine Häuserzeile aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts am Rande der Stadt Basel wird ein neues Wohnhaus eingefügt. Die angestrebte innenräumliche Grosszügigkeit, im Grundriss durch die beschränkte Bebauungsfläche nur bedingt zu erreichen, wird in der Höhenentwicklung des Bauwerks umgesetzt. Eine durchgehende offene Treppenanlage ermöglicht den Einbezug des Untergeschosses und führt durch die räumliche Öffnung im Dachbereich zu Blickbeziehungen über alle Geschosse.
Architektonisch wird das Haus als Monolith formuliert. Erreicht wird dies durch die einheitliche Materialisierung von Fassaden und Dach, und dem konsequenten Verzicht auf Vor- und Rücksprünge von Dachabschlüssen und Fenstern. Umfassungsmauer und Carportdach aus gegossenem Beton binden das Haus in die Umgebung ein.

Der Neubau zeigt sich als selbstbewusster Zeuge der heutigen Zeit. Er setzt sich in seiner Sprache ab von gewohnten Bildern, fügt sich aber durch das Beibehalten der ortstypischen Volumetrie in den vertrauten Kontext ein, und führt das vorhandene Bebauungsmuster weiter. Über dem in Ortbeton erstellten Kellergeschoss ist das Haus in vorfabrizierter Holzelementbauweise erstellt. Eine hinterlüftete Aussenhaut aus Zinkblech, mit flächiger Rautendeckung als dünne Membrane ausgeführt, umhüllt das gesamte Gebäude. Je nach Lichteinfall verändert sich dabei die Farbigkeit und Reflektion von silbrig bis zu einem dunkeln Graugrün. Der differenzierte Einsatz von Farben im Innern unterstützt die strukturelle Konzeption.