Bauten, Mehrfamilienhäuser | Siedlungen

Altersgerechte Wohnungen

Umbau ehemaliges Bauernhaus ⋅
4462 Rickenbach ⋅
2006 – 2009 ⋅
Bauherrschaft: Genossenschaft für altersgerechtes Wohnen, Rickenbach ⋅

Studienauftrag 1. Preis


Das Handschin-Haus, ein ehemaliges Bauernhaus, steht eingangs Dorf an der Hauptstrasse 5. Das Haus ist in drei Gebäudeteile gegliedert: Wohnteil, Oekonomieteil und Remise. Die drei Einheiten bilden zusammen ein intaktes Ensemble und repräsentieren einen von weither sichtbaren, markanten Auftakt in Rickenbach.

Beim vorliegenden Projekt handelt es sich um das Resultat eines Architekturwettbewerbes welcher die Genossenschaft für altersgerechtes Wohnen in Rickenbach durchführte. In den drei verschiedenen Gebäudeteilen wurden differenzierte, auf die jeweiligen Verhältnisse abgestimmte Wohnungsgrundrisse konzipiert. Das führte zu zehn Wohnungen von unterschiedlichem Charakter. Die Vielfalt des Wohnungsangebotes ist eine Bereicherung für die Alterssiedlung und kommt den individuellen Bedürfnissen der Bewohner und Bewohnerinnen entgegen.

Um den Charme des Bauernhauses zu bewahren, wurde der Wohnteil erhalten und sanft renoviert.

Dort, wo grössere bauliche Massnahmen wegen des schlechten Zustandes der Bausubstanz unumgänglich waren, oder in der Scheune und in der Remise, wo die intensivere Nutzung die Struktur stärker tangierte, erfolgten die Eingriffe unter der Respektierung des ursprünglichen Charakters konsequent zeitgemäss. Das Treppenhaus hinter dem Scheunentor wurde unprätentiös in rohem Beton errichtet. Es ist von der Aussenwand losgelöst. So bringen jetzt die ursprünglichen Belüftungsschlitze zusammen mit den Glasziegeln im Dach und dem verglasten, mit Lamellen verkleideten Scheunentor viel Tageslicht ins Innere. Die verschiedenen Facetten der Lichtquellen werden neu gelesen und bereichern die Eingangshalle. Deren Offenheit bis unter das Dach lässt noch etwas von der ursprünglichen Gesamtgrösse des Ökonomiegebäudes erahnen.

Die neuen Wohnungen weisen nach Westen grosse Fenster auf. Sie gewähren Ausblick direkt ins Grüne auf die unverbaute Landschaft. Auf den grosszügigen, vorgelagerten Lauben, welche die Wohnungen optisch erweitern, kann bei einem gemütlichen Jass die Abendsonne genossen werden.

Die neu gestaltete Remisenfassade ist zur Strasse verglast. Mittels Faltschiebeläden lässt sie sich aber ganz schliessen, wodurch ein wechselvolles Spiel zwischen offen und geschlossen entsteht. Die Transparenz erinnert auch an die frühere Durchlässigkeit; denn die Remise wurde erst später in die Häuserzeile eingefügt.